DIE GESCHICHTE

Im Jahr 1628, während des Dreißigjährigen Krieges, übernahm der gräflich-lippische Oberforstmeister Arnold Schmerheim das Gut. Er sicherte sich bei Graf Simon Ludwig die adeligen Gerechtigkeiten und wandelte den Betrieb damit von einem Amtsmeyerhof in ein ritterliches Gut.

Nach 150 Jahren im Besitz der Familie Schmerheim wurde das Gut 1773 versteigert. Der wohlhabende Franz von Borries erwarb das Gut im Mai 1774 und investierte umfassend in die Gestaltung des Anwesens. Er schuf einen Park, der zwei Stilwelten vereinte: Eine Seite orientierte sich am französischen Ideal von Sanssouci, während die andere Seite durch antike Statuen und Terrassen im griechischen Stil bestach.

Mitte des 19. Jahrhunderts übernahm Wilhelm von Borries das Gut und revolutionierte die Bewirtschaftung. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern setzte er auf wissenschaftliche Erkenntnisse und innovative Zuchtmethoden. Besonders bekannt wurde die „Eckendorfer Rübe“, eine Züchtung, die weit über die Grenzen Westfalens hinaus Preise gewann. Auch in der Viehzucht, insbesondere bei der Schaf- und Schweinezucht, setzte er durch die Kreuzung englischer Rassen neue Qualitätsmaßstäbe.

Im 20. Jahrhundert setzten nachfolgende Generationen das Erbe fort. Hermann von Borries übergab die Leitung 1930 an seinen Schwiegersohn Friedrich Hilmar von Unger, der die Gebäude sanierte und den Betrieb technisch modernisierte. Nach den Zweiten Weltkriegs und Phasen externer Verwaltung gelangte das Gut über die weibliche Erbfolge schließlich in den Besitz der Familie von Dallwitz, die es bis heute führt.